Das Projekt

Bauen und Wohnen muss zukunftsorientiert sein

Die Stadt Lübeck plant aktuell die Umsetzung/Realisierung eines besonders nachhaltigen Wohnquartiers an der Schlutuper Straße. Passend zum Quartierskonzept möchten wir dort als Baugemeinschaft einen dreigeschossigen Wohnungsbau sowie Reihenhäuser in Holzbauweise bauen. Bevorzugt wollen wir dabei Massivholz- oder Holzrahmenbauelemente an Decken und Wänden in Kombination mit nachhaltigen baubiologischen Materialien verwenden und möglichst wenig Zement einsetzen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, regionale und nachhaltige Produkte zu bevorzugen und mit lokal ansässigen Handwerksbetrieben zusammenzuarbeiten.

Die Nähe des geplanten Quartiers zum Wesloer Forst hat uns auf die Idee gebracht, Lübecker Holz als lokal verfügbares Baumaterial für unsere Häuser zu verwenden. Aktuell laufen Gespräche , um diese Idee in die Tat umzusetzen.  Unter dem Label „Holz von Hier“ des Umweltbundesamtes, das eine regionale und nachhaltige Holzproduktion und Verarbeitung fördert,  gibt es verschiedene Firmen, die wir gerne für unsere Idee gewinnen möchten.

Moderne Holzhäuser kombinieren einen großen Wohnkomfort mit einer hohen Energieeffizienz. Sie benötigen sowohl bei der Herstellung als auch während der Nutzung sehr wenig Energie, schonen dadurch Ressourcen und die Umwelt, sparen Betriebskosten und erfordern wegen des hohen Vorfertigungsgrades nur kurze Bauzeiten.

Holzhäuser eignen sich besonders gut für den Einsatz baubiologischer Materialien, wie z.B. Holz, Lehm, Kalk, Hanf und Zellulose, die zu einem gesunden Raumklima beitragen und wenig Energie für Ihre Herstellung benötigen. Damit leistet deren Einsatz einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Als Energiestandard soll mindestens KfW 40 erreicht werden. Das garantiert einen guten Wärmeschutz und einen hohen Wohnkomfort sowie niedrige Verbrauchskosten. Bei der Erzeugung von Energie für Heizung, Warmwasser und Strom wollen wir einen größtmöglichen Anteil aus regenerativen Energiequellen (Solarthermie, Photovoltaik) decken und damit den Verbrauch fossiler Energieträger weiter senken

NSG-Schild Hasenburger Bachtal

Zur Lage des Projektes

Umgebung & Verkehrsanbindung

 

Die Lage des Wohnquartiers bietet die Möglichkeit, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Eine Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, niedergelassenen Ärzten etc. findet sich am nahegelegenen Kaufhof. Auch Kindergärten und Schulen befinden sich in Fahrradentfernung. Die Altstadt Lübecks ist per Fahrrad sehr gut in rund 15 Minuten zu erreichen. Busse benötigen bis zum Hauptbahnhof und ins Zentrum in etwa genauso lange. Carsharing-Möglichkeiten sollen für das geplante Quartier  angeboten werden, so daß es die Möglichkeit gibt, auf ein eigenes Auto zu verzichten.

 

In näherer Umgebung finden sich neben dem östlich direkt anschließenden Wesloer Forst weitere Naherholungsgebiete wie z.B. die Palinger Heide und die Wakenitzniederung, die viele Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung (Fahrrad, Wandern, Kanu,...)bieten. Auch zur Trave und der Ostsee ist es nicht weit.

 

Heimischer Holzankauf für starke Regionalwirtschaft und bessere Klimabilanz

Es gibt gute Kontakte zum Lübecker Stadtwald, ein Sägewerk ist gefunden, eine Zimmerei zur Zusammenarbeit bereit. Besonders erfreulich: auch der Stadtwald Lübeck hat ein Interesse an einer Zusammenarbeit, an regionalen Kreisläufen, daran, dass mit Lübecker Holz wieder Häuser in Lübeck gebaut werden. Daran, dass das wertvolle Holz, das im Lübecker Wald wächst, auch in Lübeck Wertschätzung findet.

Die Vorteile für die Bauherren liegen auf der Hand. Holz aus dem Lübecker Stadtwald ist – im Gegensatz zum Großteil des Holzes, das sonst auf dem Markt verfügbar ist - nicht chemisch behandelt. Der Lübecker Stadtwald spekuliert nicht auf dem Weltmarkt, verkauft zu angemessenen Preisen. Ein regionaler Holzankauf stärkt die heimische Wirtschaft, und durch eingesparte Transportwege verbessert sich die Klimabilanz der geplanten Häuser noch mehr.

Die Baugemeinschaft und das Planer:innenteam sind davon überzeugt: das klimagerechte Stadtquartier „Lauerhofer Feld“, klimagerechte Häuser und nachhaltige naturnahe Waldwirtschaft gehören zusammen.

Die Planer:innen sind von Ihrer Idee und den entstandenen Kontakten so begeistert, dass sie eine kleine Baugruppe, die sich um ein Baufeld im Kepler-Quartier bewerben will, überzeugen konnte, dort auch mit Lübecker Holz zu bauen. Jetzt fehlt nur noch der Zuschlag bei der Grundstücksvergabe und die ersten Häuser aus nachhaltiger naturnaher Lübecker Forstwirtschaft können gebaut werden.